Dézaley
Der Dézaley ist der Vorzeigewein der Region Lavaux und mit dem Calamin eine der beiden Wein-Appellationen, die als „Grand Cru“ klassifiziert sind. Die Terrassen des Dézaley-Gebietes sind zu 90% mit Chasselas bestockt und verleihen dem Wein dank ihrer aussergewöhnlichen Lage sein volles und bemerkenswert langanhaltendes Aroma.
Dieser Wein entfaltet seine Persönlichkeit erst nach zwei bis drei Jahren. Dann erhält man einen komplexen und strukturierten Wein, dessen Aroma an Mandeln und geröstetes Brot erinnert und mit einer Nuance Tee und Honig abgerundet wird. Das Dézaley-Gebiet ist die erste Parzelle des Lavaux, auf der Reben angepflanzt wurden. Bereits im 12. Jahrhundert wird die Region urkundlich erwähnt. Guy de Maligny, Bischof von Lausanne, übergibt das Land im Jahre 1141 den Abteien Hautcrêt und Montheron.
Die Mönche haben die Aufgabe, das Grundstück urbar zu machen und Reben anzupflanzen. Nach mehreren Jahrzehnten überlassen die Mönche den Weinberg weltlichen Rebarbeitern. Die Stadt Lausanne übernimmt im 16. Jahrhundert, nach der Besetzung des Waadtlandes durch die Berner, die berühmten Weingüter „Clos des Abbayes“ und „Clos des Moines“ und wird dadurch zum grössten Weingutsbesitzer des Kantons. Die Stadt führt eine alte Tradition fort und veranstaltet jedes Jahr anfangs Dezember ihre legendäre Weinauktion.














